Games: Review Stellaris

[Dieser Text entstand während eines Steam Sales. Geschickt, um das Achievement auch zu bekommen, musste ich wohl oder übel eine Rezension verfassen. ]

Mir hat dieses Spiel über viele Spielstunden eine Menge Spaß bereitet. Bin ich sonst eher ein Gelegenheitsspieler, der abends mal ’ne Stunde zockt, hatte ich bei Stellaris wieder schlaflose Nächte und immer den Gedanken: „Ach, einen [Ingame-]Monat spielst du noch schnell und dann machst du aus…“
Stellaris ist mein erstes 4X Spiel und nach dieser grandiosen Erfahrung wohl auch nicht mein letztes.

Story und Spielverlauf

Grob zusammengefasst spielt man eine aufstrebende Raumfahrtzivilisation, welche die Weiten der Galaxie erkundet. Die Handlung wird in kleinen Textfenstern erzählt, eine deutsche Sprachausgabe fehlt. Wer eine ausgefeilte Hauptquest und komplexe Nebenmissionen erwartet wird von Stellaris schnell enttäuscht sein. Hin und wieder werden kleine Ereignisse (wie beispielsweise Waldbrände auf unseren Planeten oder Anfragen benachbarter Zivilisationen, die einige unserer Bürger als Exemplare für ihren Xenozoo wollen) getriggert, auf die wir zu reagieren haben.

Nachdem man sich in einem Rasseneditor eine Spezies kreiert hat, startet das Spiel mit einer „weißen“ Karte einer Galaxie, die es durch Forschungsmissionen nach und nach zu aufzudecken gilt. Ist die Galaxie erkundet und sind andere Zivilisationen entdeckt gilt es diplomatisch sinnvolle Bündnisse zu schließen um sein selbst gesetztes Spielziel zu erreichen.

Game-Loop

Stellaris läuft in pausierbarer Echtzeit, wobei die Ingame-Monate als Spielrunden gesehen werden können. Zunächst werden Grundrohstoffe abgebaut, die dann monatlich mit den Ausgaben verrechnet und dann dem Ressourcenpool gutgeschrieben werden. Mit diesen Rohstoffen wird dann weiter in Rohstoffe, eine Raumflotte für die Verteidigung oder den Angriff, Forschung für Boni, die Expansion auf fremde Planeten oder den Ausbau bewohnter Planeten investiert.

Das Kampfsystem ist auf den ersten Blick recht simpel. Die stärkere Flotte gewinnt. Bei näherer Befassung ermöglicht Stellaris durch Forschung und geschickten Ausbau der Flotte jedoch auch Schlachten gegen zunächst stärker wirkende Gegner. In die Raumschlachten kann man nicht eingreifen, sie werden vom Spiel übernommen.

Weiteres

Ein klasse Soundtrack, der mich auch nach 70 Stunden noch nicht nervt. Leider hat das Spiel es nicht geschafft, dass ich mir die Namen der Gegner auch nur einmal aufmerksam durchgelesen habe und mich zwar an meinen ärgsten Feind, nicht aber an seinen Namen erinnere. Gerade auf großen Karten führt dies manchmal zu Verwirrung. Auch ist die Lernkurve äußert steil. Ich habe bestimmt 5 Spielstunden gebraucht um die gröbsten Mechaniken zu verstehen und musste teilweise im Wiki nachlesen. Auch werden Mid- und Endgamemechaniken erst dann vermittelt, wenn diese „freigespielt“ sind. So dauerte es bei mir aufgrund meiner passiven Spielweise 20 Stunden, bis ich zum ersten Mal einem Gegner den Krieg erklärte. Und hatte keine Ahnung was ich zu tun hatte. Eine kurze Tutorialmission wo alle Mechaniken einmal angewandt werden wäre da hilfreich gewesen.

Trotz einiger Schwächen hat sich Stellaris zu einem meiner Lieblingsspiele entwickelt, die ich jedem 4X-Fan ans Herz legen möchte.

Stellaris_Coverart
Quelle: https://presse.kochmedia.com/de/Stellaris#?tab=Grafiken

 

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